english
On the long, grassy lawn in front of the Krematorium Wedding, crocuses are blooming.
Built in 1912, it’s the oldest of Berlin’s three crematoriums. The three ovens here ceased operation seven years ago. Since then, the quiet site on a side street in south Wedding sits, waiting, for a change that never comes. Previous plans for private investment or purchase fell through, and so the crematory and its adjoining urn cemetery remain city property. The gates sit open every day and the well-tended grounds offer quiet green space to visitors.
Through a twisted metal gate, down the lawn’s walkway, and then through another dark metal gate guarded by stone gargoyles, visitors find themselves tightly flanked by the two wings of the imposing cubist-gothic building. Inside, along curved, partially unlit hallways, dust and cobwebs gather in the rows of columbaria, the recessed walls where urns are interred. The eerie beauty of this unlikely corner of the city is evocative of a lost time and lost souls.
Inside, time stands still. On the grass outside, springtime blooms.
[Image: The building's exterior, by Maxime Ballesteros]
deutsch
Auf dem Rasen vor dem Krematorium blühen Krokusse.
Das Gebäude aus dem Jahre 1912 ist die älteste von drei Berliner Anstalten dieser Art. Sieben Jahre schon sind die Verbrennungsöfen außer Betrieb. Seitdem scheint das Gelände in einer Weddinger Seitenstraße auf eine Veränderung zu warten, die wohl nie eintreten wird. Da Privatisierungs- und Verkaufspläne fehlschlugen, sind das Krematorium und der angeschlossene Urnenfriedhof nach wie vor Eigentum der Stadt. Jeden Tag bietet sich hier Gelegenheit, im Grünen die Ruhe zu genießen.
Als Besucher tritt man durch ein gewundenes Metalltor, geht einen Rasenweg entlang, schreitet durch ein zweites, dunkles, von steinernen Wasserspeiern flankiertes Tor — und findet sich von den Flügeln eines eindrucksvollen, kubistisch-gothischen Gebäudes umschlossen.
Staub und Spinnenweben sammeln sich in den teils unbeleuchteten Gängen der Kolumbarien genannten Urnenaufbewahrungsstätten im Inneren des Gebäudes. Eine düstere Schönheit, die vergangene Zeiten und ferne Seelen heraufbeschwört.
Während drinnen die Zeit stillsteht, leuchten auf dem Rasen die Frühlingsblüher.
[Bild: Die Außenseite des Gebäudes, von Maxime Ballesteros]
Krematorium Wedding
Open from 8.00-20.00, take the U6 to the Wedding station | Gerichtstr. 37 | bvg.de




