photos of punks past

“east end” exhibition of prenzlauer berg’s punk history

english

Change is inevitable. We all know this. It’s one of the truest truisms out there, yet the reality of it tends to sneak up on us. Images from the past, confronting us with the disjoint between what was then and what is now, stir up a mix of bittersweet nostalgia and regret for time lost. There’s another oft-repeated truism: History repeats itself. Be that as it may, change sometimes means that things from the past are truly gone forever. A fact that a city like Berlin knows all too well.

A new photo exhibition opening tonight at the Staatsgalerie Prenzlauer Berg chronicles an era in Berlin history that feels both recent and very long ago. “East End: Punks in the GDR” is a collection of early 1980s photographs depicting the influential counterculture scene in East Berlin—mainly in Prenzlauer Berg—and Leipzig. Part of the ongoing European Month of Photography, the punk photos are a companion exhibit to “The Shuttered Society,” the current show of GDR art photography at the Berlinische Galerie. The fact that Prenzlauer Berg, the district once renowned for its progressive subculture, is now instead synonymous for gentrification and yuppification is an irony that will not be lost on any of the museum’s visitors, and serves as a bittersweet reminder that though Berlin will always be special, that Berlin is gone forever.

[Image: "Punk-Attitude in Ostberlin," by Ilse Ruppert, courtesy of Staatsgalerie Prenzlauer Berg]

deutsch

Alles verändert sich mit der Zeit. Das ist kaum mehr als eine Binsenweisheit und manchmal doch kaum zu fassen. Bilder aus der Vergangenheit konfrontieren uns mit dem Widerspruch zwischen dem, was war, und dem, was ist; rufen Nostalgie und Bedauern darüber hervor, dass die Vergangenheit unwiederbringlich verloren ist. Und obwohl sich ja – Achtung, nächste Binsenweisheit! – Geschichte bekanntlich wiederholt, führen Veränderungen trotzdem dazu, dass so manche Dinge auf immer verloren gehen. Das gilt ganz besonders für eine Stadt wie Berlin.

Heute Abend eröffnet in der Staatsgalerie Prenzlauer Berg mit „East End: Punks in der DDR“ eine Ausstellung, in der ein Teil der Geschichte dieser Stadt porträtiert wird, der zwar noch gar nicht so lange her ist, sich aber trotzdem sehr weit weg anfühlt. Die Fotografien aus den frühen Achtzigern zeichnen ein Bild der subkulturellen Szene, die vor allem im Prenzlauer Berg und in Leipzig zu Hause war. Im Rahmen des Europäischen Monats für Fotografie sind sie begleitend zur Ausstellung „Geschlossene Gesellschaft – Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989“ zu verstehen, die zeitgleich in der Berlinischen Galerie läuft. Keinem Besucher wird die Ironie entgehen, die darin liegt, dass der Prenzlauer Berg, früher die Wahlheimat von Punks, Künstlern und Dissidenten, inzwischen zum Synonym für Gentrifizierung und Yuppifizierung geworden ist. Berlin mag zwar noch immer eine ganz besondere Stadt sein, aber das hier gezeigte Berlin ist unwiederbringlich verloren.

[Bild: „Punk-Attitude in Ostberlin“, von Ilse Ruppert, mit freundlicher Genehmigung der Staatsgalerie Prenzlauer Berg]

Staatsgalerie Prenzlauer Berg

Vernissage tonight from 20.00. Open Tues.-Fri. 14.00-19.00, Sat. 13.00-18.00. Show until Nov. 29 | +493044324741 | Greifswalder Str. 218 | staatsgalerie-prenzlauerberg.de