window shopping

design students turn shop windows into art

english

You can look, but you can’t touch. We’re empathetic creatures, fully capable of experiencing pleasure vicariously, and sometimes, pleasure by proxy is just as good—or even better—than the real thing. We “shop” online without ever going to the checkout, “pin” obsessively on Pinterest, and mentally undress scores of comely dating site singles with no intention of ever actually contacting them. It’s what makes travel blogs so enticing, food porn so addictive, and actual porn so, well, effective.

Window displays: the pre-internet granddaddy of look-but-don’t-touch fantasy, and, unfortunately, also a dying art. To revitalise Berlin’s unique storefronts, students of the Universität der Künste design programme, working under guest professor and famed designer Sarah Illenberger, transformed 14 shop windows around the city into temporary art venues. The “Alles Muss Raus” project brings eye-catching design street-side, with installations like a tranquil underwater ocean scene in the window of an aquarium store to an oversized display of fabric “pralines” at a Kreuzberg vintage shop.

[Image: Storefront, by Thomas Duchnicki]

deutsch

Angucken geht – aber anfassen nich'. Nur gut, dass wir fantasiebegabte Wesen sind und Spaß auch dann haben können, wenn er mehr oder weniger virtuell bleibt. Manchmal ist ja Quasi-Spaß viel besser als De-facto-Spaß. Wir „shoppen“ online, ohne am Ende die Kreditkarte zu zücken, „pinnen“ uns auf Pinterest die Finger wund und entkleiden in Gedanken zig heiße Singles auf einschlägigen Dating-Websites, ohne auch nur die leiseste Absicht zu haben, Kontakt aufzunehmen. Genau diese Art von Spaß ist es übrigens auch, die Reiseblogs so verlockend, Food Porn so suchterregend und richtige Pornos, naja, so effizient macht, ne?

Schaufenster sind letztlich nichts anderes als die Prä-Internet-Ahnen dieser Angucken-geht-aber-anfassen-is'-nich'-Fantasien. Und da sie am Aussterben sind, ist auch die mit ihnen assoziierte Kunst der Schaufensterdekoration dem Untergang geweiht. Zur Wiederbelebung der Berliner Schaufensterlandschaft haben sich Studentinnen und Studenten des Design-Studiengangs der Universität der Künste unter Anleitung von Gastprofessorin und Designerin Sarah Illenberger daran gemacht, 14 über die Stadt verstreute Schaufenster zu temporären Ausstellungsflächen umzugestalten. Im Rahmen des Projekts „Alles Muss Raus“ sind aufsehenerregende Eye-Catcher entstanden – darunter eine Unterwasser-Meeresszenerie in einem Fachgeschäft für Aquaristik und riesenhafte Stoffpralinen in einem Kreuzberger Second-Hand-Laden.

[Bild: Schaufenster, von Thomas Duchnicki]

Alles Muss Raus


Until Feb. 24. Check website for exact locations of storefront installations | design.udk-berlin.de