english
Once upon a time, we stopped believing in fairytales. The monsters under our beds have grown silly and old. No way could a morbidly obese drunkard like Santa deliver gifts via the chimney. And the thought of a tiny, winged lady scrounging for teeth beneath our pillow while we sleep sounds, well, unnerving. But once in a while, in those surreal moments when our keys have gone missing even though we know we put them exactly where we always do, when a sock’s mate inexplicably disappears, only to later turn up in our jacket pocket, or when we come home to find our kitchen maaaybe looks a little cleaner than we left it…
Heinzelmännchen, hobgoblins, or gnomes—whatever you want to call them, the little household helper is a popular, enduring fantasy. Find your own modern-day urban variation at Pfandgeben.de, a new website that connects Berliners with a member of the city’s efficient army of Pfandflaschen collectors.
Run a search on the site and get a handy housecall from a helpful local collector, who’ll cart away the precarious mountain of bottles multiplying in the kitchen corner. In return, they pocket the deposit money.
Fairytales can come true, after all.
[Image: Plastic Bottles]
deutsch
Es war einmal eine Zeit, in der glaubten wir noch an Märchen, doch das ist lange, lange her. Seitdem sind die Monster unter unserem Bett alt und albern geworden. Unmöglich, dass eine ernsthaft fettsüchtige Schnapsnase wie der Weihnachtsmann die Geschenkauslieferung logistisch auch nur annähernd in den Griff kriegt. Ganz zu schweigen davon, dass dessen mindestens genauso fetter und versoffener kleiner Bruder Nikolaus unsere Schuhe über Nacht mit Süßkram vollstopfen soll. Aber es gibt sie noch, diese Momente, wenn der Schlüsselbund weg ist und wir wissen, dass wir ihn wie immer auf den Küchentisch gelegt hatten; wenn die x-te Einzelsocke auf Nimmerwiedersehen verschwindet, nur um später in unserer Jackentasche wieder aufzutauchen; oder wenn wir nach Hause kommen und die Küche irgendwie eine Spur ordentlicher aussieht als vorher.
Heinzelmännchen, Kobolde und Wichtel – egal, wie sie heißen, so manch einer träumt von ihren Diensten.
Die neue Website Pfandgeben.de sorgt dafür, dass Berliner mit einer besonders emsigen Unterart des Wichtels, den Pfandflaschensammlern, per Handy direkt Kontakt aufnehmen können. Die kommen dann vorbeigeschneit und tragen den besorgniserregend hochgewachsenen Flaschenberg ab, der sich unter der Spüle aufgetürmt hat. Im Gegenzug gehört das Pfand den Sammlern.
Märchen können also doch noch wahr werden.
[Bild: Plastikflaschen]
Pfandgeben.de
Service free; minimum of 20 bottles per pickup | pfandgeben.de




