do the math

number obsessed gallery opens for one night

english

Look closely enough, and everything in this world comes down to numbers. It’s a deep and complex mode of processing the world. It’s also a sure-fire way to lose your marbles. Dabbling in a little innocent numerology to gauge your date’s soulmate potential—a bit creepy, but harmless. Admiring the flawless tessellations of a honeycomb or the golden ratio symmetry of a conch shell—sure, why not? Seeing numerical formulas in your grandma’s sweater pattern or obsessing over the complex logarithms in stock market figures—genius or nuts, let’s get you some help.

The 18m Galerie für Zahlenwerte toes the line of obsessive mathematics like no other art space. Inspired by the 18-metre-long hallway of her apartment, Julie August started her own in-home gallery in 2005, open only on the 18th of every month at precisely 18.00.

And though she and the gallery have since moved house, the concept stuck. Tonight, being the 18th, marks the opening of the numerically opportune exhibition Das Depot der Unerhörten Dinge, for which Dingmeister Roland Albrecht of the Museum der Unerhörten Dinge will display a selection of his random, story-laden objects—numbered, measured and ordered, of course.

Better start counting.

[Image: TK]

deutsch

Allem in der Welt liegen Zahlen zugrunde. Mit ihnen lässt sich nicht nur vortrefflich die Welt beschreiben, sie eignen sich auch hervorragend dazu, den Verstand zu verlieren: Ihr schießt beim ersten Date ganz gerne mal eine Einführung in die Grundlagen der Zahlenmystik los, um die Seelenverwandtschaftswahrscheinlichkeit abzuschätzen — bisschen gruslig, aber harmlos. Euch versetzen die makellose Mosaikstruktur einer Honigwabe und der Goldene Schnitt von Schneckengehäusen in sabbernde Verzückung — ok, warum nicht. Ihr erkennt numerische Formeln im Zopfmuster von Omas Pulli und stürzt euch in die logarithmische Analyse des Aktienkurs-Dschungels — egal, ob ihr genial oder wahnsinnig seid, wir haben da was für euch.

Kaum ein Berliner Ausstellungsraum hat ein so obsessives Faible für Zahlenspielereien wie die 18m Galerie für Zahlenwerte.

Inspiriert von den Nutzungsmöglichkeiten ihres 18 Meter langen Flurs eröffnete Julie August vor sechs Jahren eine Wohnungsgalerie, die seitdem am 18. eines jeden Monats um Punkt 18.00 öffnet. Obwohl August mitsamt Galerie inzwischen umgezogen ist, hat das Konzept überlebt. Pünktlich zum 18. dieses Monats beginnt die Ausstellung Das Depot der Unerhörten Dinge, für die Roland Albrecht vom Museum der Unerhörten Dinge eine Auswahl scheinbar zufälliger, aber dafür umso vielsagenderer Objekte zusammengestellt hat — nummeriert, vermessen und sortiert, versteht sich.

Fangt besser an, zu zählen.

[Bild: Unerhörte Dinge, mit freundlicher Genehmigung des Museums der Unerhörten Dinge und 18m Galerie]

18 m Galerie für Zahlenwert

Vernissage tonight from 18.00. Exhibition until Sept. 4 | +493088702904 | Akazienstr. 30 | 18m-galerie.de