la vie bohème

new artist atelier space opens in ddr relic

english

Let’s burst the bubble.

The much-hyped Berlin myth is just that—a myth—but prevails, largely thanks to romanticised tales in foreign media portraying this city as a bohemian artists’ utopia (thanks, New York Times). Every day, young dreamers join their compatriots from Williamsburg, East London and elsewhere to flee to Berlin in pursuit of a fantasy, a (sadly nonexistent) lifestyle in which the freedom to make art is uninhibited by other mundane life pursuits, like struggling to make ends meet. However, it's not all doom and gloom. For those willing to adjust their dreams to match reality and kick the myth to the ground, there might be light at the end of the U-Bahn tunnel.

One of the latest real-deal opportunities to emerge for artists, the Funkhaus Atelier is a soon-to-be-opened project in the retro, iconic Spree-side Funkhaus building that housed East Germany’s public radio. The 600 sq. m. space will become the site of shared studios and host two curated exhibitions per year, showcasing the work of the in-house talent. The project, headed by Tape Modern’s Amir Fattal, will bridge the gap between the hand-selected resident artists and the contemporary art world.

Applications now open to live the dream.

[Image: The foyer, courtesy of the Funkhaus]

deutsch

Jetzt wird Tacheles geredet.

Die Mythen, die sich um das zeitgenössische Berlin ranken, sind und bleiben nichts als Mythen. Allerdings gehören sie zu den hartnäckigsten ihrer Art. Nicht zuletzt wegen der Märchengeschichten, die in ausländischen Medien über die Welthauptstadt der Bohemiens kolportiert werden. (Danke übrigens, liebe New York Times, dass ihr Kreuzkölln den wahrscheinlich endgültigen Gentrifizierungsdolchstoß versetzt habt.) Tagtäglich kommen junge Träumer aus der ganzen Welt hierher und streben einer (dummerweise mehr als unwahrscheinlichen) Vorstellung von einem Lifestyle nach, derzufolge man sich unbehelligt ökonomischer Zwänge ganz der Kunst widmen kann. Aber wir wollen keine Weltuntergangsstimmung verbreiten.

Es gibt Möglichkeiten, seine Träume mit der schnöden Realität in Einklang zu bringen. Vorausgesetzt, man pfeift auf den Mythos. Dann leuchtet es hell am Ende des Tunnels.

Im Funkhaus Atelier, einem Kunst- und Projektraum in dem ehemaligen, altehrwürdigen Gebäude des DDR-Rundfunks direkt an der Spree, werden aufstrebende Künstler bald Gelegenheit haben, unbehelligt ihrer Arbeit nachzugehen. Neben günstigen Gemeinschaftsateliers werden die 600 qm. zwei Mal im Jahr Ausstellungen beherbergen, in denen die Teilnehmer des Projekts die Früchte ihrer Arbeit präsentieren. Unter der Obhut von Amir Fattal, dem Macher von Tape Modern, finden so die ausgewählten Künstler mit der zeitgenössischen Kunstwelt zusammen.

Bewerbt euch jetzt, und lebt euren Traum!

[Bild: Das Foyer, mit freundlicher Genehmigung von Funkhaus]

Funkhaus Atelier

Viewings Oct. 18, 21 and 25. Book appointment by email | Nalepastr. 18-50 | nalepastrasse.de